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Die Türkei:
Anatolien und die Mittelmeerküste
Die Türkei hat viele Gesichter, vom arabischen Einfluss im Osten bis zum Europäisch modernen im Westen. Das Land, dass auch als Wiege der Zivilisation bezeichnet wird, kann auf mehrtausendjährige Geschichte als Treffpunkt der Kulturen und Religionen zurückblicken. Ihre Spuren im Land hinterließen sowohl Griechen, Römer, Perser und Osmanen neben anderen Volksgruppen.
Unsere mehr als 2500 Kilometer lange Rundreise beginnt in Ankara, der Hauptstadt des Landes. Hier überrascht die architektonische Moderne eines Landes das sein Gesicht verändert. Die Fahrt geht nach Kappadokien, Göreme, der bizarren Landschaft geschaffen durch Erosion und Vulkanausbrüchen des Erciyes Dagi und Hasan Dagi. Ca. 500 Höhlenkirchen gibt es in der Region. Außerdem boten ca. 50 unterirdische Städte wie Kaymakli und Derinkuyu Schutz.
In Sanliurfa, dem früheren Edessa, spürt man den arabischen Einfluss des nahen Syriens, Iraks und Irans. Die Stadt ist der Legende nach der Geburtsort Abrahams und somit für Christen, Juden und Moslems ein wichtiger Pilgerort. Der Nemrut Dagi mit seinen Götterstatuen (Apollo, Tyche, Zeus, Antiochius und Herakles) um einen künstlichen Grabhügel ist die nächste Station.
Auf dem Weg zur Küste überqueren wir den Euphrat, der mit dem Tigris das sogenannte Zweistromland (Mesopotamien) bildete. Entlang der gesamten Mittelmeerküste gibt es viele interessante Orte wie Kizkalesi, Anamur, Alanya, Kale, Kas, Kalkan und Fethiye. Was Abraham für Urfa ist der heilige Nikolaus für Kale, wo er als Bischof im Amt war.
In Fethiye liegt wohl der schönste Strand der Türkei, die Ölü Deniz. Wie fast an der gesamten Küste lassen sich auch hier Ruinen und alte Felsgräber besichtigen.
Pammukkale, Baumwollschloss übersetzt sind Kalk Steinterassen gebildet durch heiße Thermalquellen. Die einzigartige Landschaft am Abhang eines Hügels mit ihren natürlichen Swimming-Pools wurde schon von den Römern genutzt.
Selcuk ist Ausgangsort für Efesus, einer der wichtigsten antiken Städten. Auch hier gibt es die Verbindung mit den christlichen Ursprüngen. Johannes schrieb hier sein Evangelium und ist hier bestattet. Petrus predigte hier und auch Lukas und Maria haben ihre Grabstätten in der Umgebung. Der Ort dient auch zum Besuch von Kusadasi, einer Hafenstadt. In Izmir endet nun unsere Reise mit dem Rückflug. Was bleibt ist etwas Wehmut über ein Land bei der vor allem die freundlichen Menschen mit in Erinnerung bleiben.
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